Das Kind in unserer Mitte

„Vor Gott muss man sich beugen, weil er so groß ist, vor dem Kind, weil er so klein ist.“ (Peter Rosegger)

Das Christkind als Einzelfigur, außerhalb einer kompletten Krippeninszenierung hat eine lange Tradition. Schon seit dem 14. Jhd. diente es in kontemplativen Orden zur mystischen Meditation. Nicht selten gehörte eine Christuskind-Figur zur obligatorischen Mitgift einer zukünftigen Nonne und war neben dem Kreuz Grundausstattung einer Klosterzelle. Häufig wurde das Jesuskind auch in aufwändig geschmückten, altarähnlichen Holzkästen oder unter Glashauben präsentiert. Aber auch als Hausaltäre und Andachtsbilder fanden solche Schreine mit Christuskind-Figuren in bürgerlichen Kreisen außerhalb der Klöster eine hohe Wertschätzung.

Die Christkinder waren aus Holz, Ton, Gips oder Wachs hergestellt. Um sie besonders lebensecht zu gestalten, wurden die Kindlein geschminkt, trugen Echthaar und hatten Glasaugen. Drei Metallstrahlen am Hinterkopf symbolisieren die Dreifaltigkeit, die Arme sind meist zum Segensgestus geöffnet. Entweder waren die Christkinder schlicht in weiße Windeln gewickelt (Jesus war ein echter Mensch) oder mit kostbaren Spitzen und Stoffen bekleidet. Meist fertigten Ordensschwestern für ihre Jesuskind-Figuren mehrere, den liturgischen Farben entsprechende Gewänder an, die dann zum Verlauf des Kirchenjahres passend angezogen wurden.

Einige besonders schöne Kirchenkinder sind als Leihgabe unseres Paramentenmuseums an den Gengenbacher Adventsweg bis zum 6.1.2021 in den Schaufenstern der Bäckerei Kölmel und des ehem. Schuhhauses Armbruster in der Hauptstrasse in Gengenbach ausgestellt.

Pandemiebedingt ist unser Advents- und Weihnachtsweg ab sofort geschlossen! Wir bitten um Verständnis und wünschen Ihnen allen Gesundheit und Gottes Segen. Unsere Blogbeiträge mit den Stationen unseres Advents- und Weihnachtswegs erscheinen weiterhin täglich.



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