Frühlingsvollmond über dem Mutterhaus der Franziskanerinnen

"Gelobt seist Du, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne; am Himmel hast Du sie gebildet, klar und kostbar und schön.“

Zu keiner Zeit im Kirchenjahr ist dieser Lobgesang des Herrn durch Schwester Mond so ausdrucksstark und tief wie zur Zeit des Frühjahrsvollmonds. Auf diesen nämlich folgt alljährlich das Hohe Osterfest, das vor der Tür steht. – Der helle Schein des Mondes kündet strahlend und schön an, was geschehen wird: das Aufbrechen des Lichts mit einer Macht, die kein Mensch und kein Ding der Welt je aufhalten noch verhindern kann.

In der kommenden Samstagnacht auf Sonntag wird die Osternacht gefeiert – Feier der Auferstehung des Herrn, Jesus Christus, der Höhepunkt des Kirchenjahres. Kein Leid, kein Sterben, kein Tod konnte und kann dies je verhindern:

Das Leben siegt.
Das Leben lebt.
Das Leben steht auf durch alles Leid,
allen Schmerz, allen Tod hindurch.

Wie viele Lieder sind schon gesungen worden, wie viele Lieder werden immer neu erklingen über dieses unfassbare Geheimnis – Lieder, in denen sich unaufhaltsam der Osterjubel Bahn bricht, in denen das Licht besungen wird als eine Lebenskraft, eine immer größer werdende Hoffnung auf Leben und Frieden, die in jedes offene Herz fällt:

O Licht, viel heller als der Tag, den Sonnen je entzündet, das allem, was im Grabe lag, den Sieg des Lebens kündet. Du Glanz des Herrn der Herrlichkeit, Du Heil der Welt in Ewigkeit, voll Freuden und voll Frieden!

Aus dem Lied „O Licht der wunderbaren Nacht“ (Gotteslob 334, 3. Strophe)

Text und Foto: Dipl. Theol. Sabine Müller, Geistliche Assistentin der Ordensleitung



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